Auslöschung: Ein Zerf

Roman von Thomas Bernhard

Über

»Auslöschung« ist der Titel einer Niederschrift, die Franz-Josef Murau in seinem letzten Lebensjahr in Rom verfaßt hat und die Thomas Bernhard zugänglich macht. Diese Aufzeichnungen waren für Murau unumgänglich geworden, da in ihnen ein Thema im Zentrum steht, das seine ganze Existenz zerstört hat, nämlich seine Herkunft. Dieser »Herkunftskomplex« läßt sich mit dem Namen eines Ortes bezeichnen: Wolfsegg. Hier ist Murau aufgewachsen, hat er den Entschluß gefaßt, daß er, will er sich, seine geistige Existenz retten, Wolfsegg verlassen muß. Obwohl er deshalb beabsichtigt, Wolfsegg zu meiden, muß er dennoch dorthin reisen: seine Eltern und sein Bruder sind bei einem Autounfall ums Eeben gekommen. Dieser erneute Wolfsegg-Aufenthalt macht Murau deutlich, daß er sich von Wolfsegg endgültig lösen muß. Er faßt den Entschluß, über Wolfsegg zu schreiben, und zwar mit dem Ziel, das in diesem Bericht »Beschriebene auszulöschen, alles auszulöschen, das ich unter Wolfsegg verstehe, und alles, das Wolfsegg ist«.

Erschienen

1986

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karl-heinz.hamacher

Karl-heinz.hamacher

Man nennt es wohl sein Hauptwerk. Es hat mich dazu gebracht, mich intensiv mit dem Leben des Autors zu beschäftigen. Und ich war erstaunt, wie viel Sekundärliteratur es da gibt. Das hat zehn Jahre gedauert und ob ich heute schlauer bin, ist mir nicht ganz klar. Wer Bernhard wohl am besten charakterisieren kann, ist Claus Peymann

0 Antworten geschrieben im Oktober
KlauDa

Klauda

Thonas Bernahrd ist der wichtigste deutschsprachige Nachkriegsautor. Auslöschung stellt sein Vermächnis dar, ich glaube, drei Jahre vor seinem Tod 1989 erschienen.

0 Antworten geschrieben im Dezember
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