Das Haifischhaus

von Rüdiger Barth

Über

Toto Berger war die gefeierte Nummer eins des Welttennis. Bis er überraschend zurücktrat, schwer krank, medikamentenabhängig. Ein Geheimnis, das niemand wissen durfte. Drei Jahre danach liegt sein Leben in Trümmern. Da fordert ihn die neue Nummer eins zu einem letzten Duell. Vor 30.000 Zuschauern auf Schalke. 10 Millionen Preisgeld. All or nothing. Noch einmal versammelt Toto Berger in einem einsam gelegenen Haus an der Ostsee seine Gefährten von einst um sich. Darunter die Frau, die er schon lange liebt. Und sein Sohn, den er stets verleugnet hat. Noch einmal bringt er sich in Form. Bis er begreift: Bei diesem Spiel muss er nicht seinen Rivalen besiegen, sondern sich selbst.

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joachim.ritter

Joachim.ritter

angenehmes Buch! Nimmt sich Raum. Schon rein optisch, viel freie Fläche auf den Seiten. Es kreist die meiste Zeit wirklich, ohne viel Fahrt aufzunehmen, um die ewigen Vorbereitungen des alten Champions, der vom jungen, hungrigen Newcomer attackiert wird. Die beiden Nebenstränge, die verschwundene, wiederaufgetauchte Sohn, und die inzwischen anderweitig vergebene ehemalige Liebschaft waren anfangs ganz nett. Die Geschichte mit den Sohn, weil undramatisch und trotzdem stimmungsvoll, gefällt mir gut, die Geschichte mit der Frau, die sich immer weiter aufbläht, gefällt mir weniger gut. Tatsächlich muss man, wegen dem selbstvergessenen, lockereren Stil, am Ball bleiben um nicht die, oft indirekt erzählten, Handlungsentwicklungen, wie ein Verrat, zu verfolgen. Insgesamt ist es aber sehr übersichtlich, eine überschaubare Zahl an Figuren die alle am Hauptstrang beteiligt sind.

0 Antworten geschrieben im Oktober
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