Der Informant: Deep Throat, die geheime Quelle der Watergate-Enthüller Mit einem Nachwort von Carl Bernstein

von Bob Woodward

Über

Bob Woodward verdankt seine Karriere als Ikone des Enthüllungsjournalismus vor allem dem Mann, dessen Namen preiszugeben er sich 33 Jahre geweigert hat -- bis die frühere Nummer zwei des FBI, Mark Felt alias "Deep Throat", sich selbst der Welt als Woodwards Watergate-Quelle offenbarte. Der Informant liest sich wie ein Kriminalroman jener Sorte, der Woodwards und Carl Bernsteins Enthüllungen seit Jahrzehnten immer wieder als phantastische Vorlage gedient hatten. Tatsächlich, so kann man nach der Lektüre sagen, steht die Wirklichkeit der Fiktion in nichts nach.

"Für uns", schreibt Carl Bernstein in seinem Nachwort, "war es von entscheidender Bedeutung, dass wir Felt nicht in den Rücken fielen oder gegen das journalistische Prinzip verstießen, dass die Vertraulichkeit einer Quelle zu wahren ist." Woodwards Buch dokumentiert die Hintergründe einer Recherche, bei der Felt die zweifellos wichtigste, aber keineswegs die einzige Quelle war. Und es dokumentiert eine berufsethische Entschlossenheit, die angesichts immer massiverer Anfechtungen heute kaum mehr aufrecht zu erhalten ist. Auch deshalb, vor allem aber, weil der Autor nun, da er "Deep Throat" nicht mehr schützen muss, über Details berichtet, die er damals aus guten Gründen für sich behielt: Lesenswert! -- Hasso Greb

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