Die Festung der Einsamkeit

Roman von Jonathan Lethem

Über

Die Festung der Einsamkeit ist eine Art grandios erzählter, mit vielen Stimmen durchwirkter Spurensuche: die Suche nach der verlorenen Zeit, die Suche nach der kulturellen Erinnerung, die Suche nach der eigenen Identität. Brooklyn in den 70er Jahren: Hippies siedeln sich an in einer Gegend, die eigentlich fest in der Hand von Puertoricanern und Farbigen ist. Hier herrscht das Gesetz des Stärkeren. Das muss auch Dylan erkennen, der mit seinen Eltern, dem Künstler Abraham und seiner Frau Rachel hierher gezogen ist. Plötzlich ist Rahel, die in Brooklyn geboren wurde, wie vom schmutzigen Asphalt der gefährlichen Straßen verschluckt, ihr Mann flüchtet sich in die weltfremde Welt der abstrakten Malerei. Dylan muss sich selbst durchs Leben kämpfen. An der Seite seines schwarzen Freundes Mingus Rude macht er sich auf die Suche nach seinen Wurzeln…

"Stimmen der Erinnerung, die man nicht benennen kann, sind voller unerwünschter Sehnsüchte", heißt es in Jonathan Lethems episch breitem Roman Die Festung der Einsamkeit: "Zum Beispiel ein Song im Radio, der einen für einen Augenblick in den Bann zog, bevor man ihn rührselig, peinlich, schmalzig fand." Lethem hat auch diesen flüchtigen Erinnerungen einen Namen gegeben, polyphon und bravourös, ohne auch nur mit einem Satz rührselig, peinlich oder schmalzig zu werden. Die New York Times hat das Buch "den besten Roman des Jahres" genannt, und das mit Recht. Die Festung der Einsamkeit ist große, in einem kleinen Verlag erschienene Literatur. Unbedingt empfehlenswert. -- Stefan Kellerer

Erschienen

2003

Mitglieder-Rezensionen Eigene Rezension schreiben

Schreibe die erste Rezension

Zum Kommentieren bitte Anmelden