Gelassen durch die Trotzphase

von Annette Kast-Zahn
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Über

Kinder sind großartig. Sie sind niedlich, kreativ und liebenswert. Sie schenken uns Freude und lehren uns das Staunen, sie bereichern unser Leben. Kinder kosten uns die letzen Nerven. Sie schreien und toben, wollen sich ausschließlich von Süßigkeiten ernähren und den ganzen Tag Fernsehen. Sie wollen niemals ins Bett, und Waschen kommt sowieso nicht in Frage. Sie wollen alles, unbedingt, und zwar sofort!

Gebt den Kindern was sie brauchen, nicht was sie wollen, so das Credo der Autorin Anette Kast Zahn. Doch Eltern haben da manchmal einen schweren Stand. Als Versorger, Krankenpfleger, Animateur und Krisenmanager, aber eben häufig auch als Spaßverderber, tragen sie eine große Verantwortung. Erziehung ist kein Kinderspiel, doch so schwer, wie es in einschlägigen Reality-TV-Shows dargestellt wird, ist es nun auch wieder nicht. Als Mutter von drei Kindern findet Anette Kast Zahn exakt die richtigen Worte für genervte und verzweifelte Eltern. „Was bei uns passiert, ist also völlig normal“, so möchte man bereits nach den ersten Seiten der Lektüre aufatmen. Denn hier geht es um die ganz normalen Krisen, die sich in jeder Familie mit Kindern abspielen. Es geht um das tägliche Miteinander, die kleinen Machtkämpfe um Essen, Schlafen und Anziehen, den ständigen Wechsel zwischen Harmonie und Streit, zwischen Ge- und Verbot, der Mütter und Väter an ihre Grenzen bringen kann. Deswegen ist es ein wunderbares und hilfreiches Buch, das sich mit seinen alltagstauglichen Vor- und Ratschlägen wie Balsam auf die manchmal arg geschundenen Seelen der Eltern legt.

Um zu vermeiden, dass sich Alltagsschwierigkeiten zu handfesten Beziehungskrisen, sowohl zwischen Eltern und Kindern als auch zwischen den Eltern ausweiten, will dieses Buch ein Tröster und Ratgeber sein. Sinnvoll ist die Unterscheidung zwischen willensstarken, ängstlichen und unruhigen Kindern. Das Buch richtet sich an Eltern mit Kindern ab zwei Jahre, denn mit den „terrible two“ sind die Babyjahre endgültig vorbei und eine neue Epoche in Sachen Erziehung nimmt ihren Lauf.

Mit dem auf den ersten Blick leicht missverständlichen Titel des Buches Jedes Kind kann Krisen meistern sind also nicht die lebensverändernden Krisen gemeint, die Kinder bisweilen bereits erleben müssen, sondern die ganz alltäglichen Nöte. Wer sich zudem nicht von der Covergestaltung abschrecken lässt, wird mit einem Buch belohnt, das bis zur Schulzeit ein nützlicher Begleiter ist. --Sandra-Kathrin Buck

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