Hoffmanns letzte Erzählung

Roman von Ronald Fricke

Über

Der romantische Dichter E.T.A. Hoffmann (1776-1822) ist durch seine Erzählung "Der Sandmann" aus dem Sammelband Nachtstücke weltberühmt geworden. Mit seinem Roman Die Elixiere des Teufels hat er einen Meilenstein der Schauerliteratur geschaffen, der uns noch heute das Gruseln lehrt. Weniger bekannt ist, dass der Dichter selbst ein bisweilen abenteuerliches Leben führte. Im Jahre 1822 wurde Hoffmann Mitglied der Kommission zur Demagogenverfolgung, eine mächtige Institution im Polizeistaat Preußen. Als bekannt wird, dass er eine längere Erzählung verfasst, die sich spöttisch mit den Gesinnungsschnüffeleien auseinandersetzt, wird er selbst das Opfer von Anfeindungen und Spitzeleien. Seine Vorgesetzten, die große Stücke auf ihn halten, scheinen ihn nicht vor einer Strafverfolgung bewahren zu können.

Roland Fricke gelingt in Hoffmanns letzte Erzählung das Kunststück, diese wahre Geschichte nicht einfach nur zu referieren, sondern er erzählt ein "Criminal-Stück", dessen sich der Meister selbst nicht geschämt hätte. Das Berlin des frühen 19. Jahrhunderts entsteht plastisch vor den Augen des Lesers, und an jeder Ecke, in jeder Spelunke lauern finstere Gestalten. Auch mit "phantasmorgischen Effekten" -- so ein Rezensent -- spart der Autor nicht, und beschert uns ein schaurig-spannendes Lesevergnügen. --Felix Darwin

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