Will in der Welt

von Stephen Greenblatt
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Über

Dass man über das Leben des größten Dramatikers aller Zeiten relativ wenig weiß, hat schon zu den kuriosesten Vermutungen geführt: Gab es diesen William Shakespeare überhaupt? Stammen seine Stücke nicht vielleicht von ganz anderen Autoren? Als renommierter Shakespeare-Experte lässt sich Stephen Greenblatt natürlich nicht zu solch gewagten Spekulationen hinreißen. Er versucht vielmehr die Lücken zu füllen: durch nahe liegende Schlussfolgerungen, durch anschauliche Beschreibungen des Alltags im elisabethanischen England. Heraus gekommen ist eine sehr verständliche und unterhaltsame Annäherung an das Leben des Dichtergenies.

Im Mittelpunkt steht dabei die spannende Frage Wie Shakespeare zu Shakespeare wurde. Also wie aus dem Sohn eines Händlers und einer des Lesens unkundigen Mutter, der nicht einmal die Universität besuchte, der berühmteste Dichter der abendländischen Literatur werden konnte, dessen Werke nach wie vor auf den Spielplänen aller Theater stehen. Das Mysterium Shakespeare kann freilich auch Greenblatt nicht lüften, aber dem Hörer doch wenigstens Leben und Werk Shakespeares näher bringen.

Vorgetragen wird das kurzweilige Hörstück abwechselnd von Stephan Benson und Maria Hartmann. Ersterer macht das mit seiner angenehmen Stimme auch sehr gut, auch die Ausschnitte aus den Dramen werden gekonnt interpretiert. Leider kann man Maria Hartmann nicht in gleicher Weise loben. Sie mag eine renommierte Schauspielerin sein. Eine wohlklingende Stimme hat sie leider nicht, und ihr Vortragston erinnert an eine genervte, etwas arrogante Lehrerin.

Spieldauer: ca. 240 Minuten, 3 CD, gekürzte Fassung --Christian Stahl

Erschienen

2004

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