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von Lily Brett
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Über

Lily Brett, Kind von Eltern, die im Ghetto geheiratet hatten, sich nach Ausschwitz wiedergefunden hatten, und deren restliche Familie dem Holocaust zum Opfer gefallen war, ist in Australien aufgewachsen.

Nun lebt sie seit Jahren in New York; im vorliegenden Band berichtet sie über ihre Jugend -- und über ihre massiven Gewichtsprobleme, die sie in dieser Zeit hatte. Über das Trauma, Kind von Holocaust-Opfern zu sein.

Sie erzählt, sehr offen und direkt, von ihrer Liebe, ihrer Ehe -- und vom Schock, den sie und ihr Mann erlebt hatten, als sie erfuhren, ihre Tochter wäre lesbisch. Sie erzählt vom Leben in New York, von ihrer Sehnsucht nach Australien, den Unterschieden zwischen diesen beiden Orten. Und sie schreibt darüber, was für sie schreiben bedeutet, wie sie dazu gekommen war.

Einzelne Passagen dieses Buches fand ich durchaus interessant. Wenn Lily Brett anfängt, fein beobachtete Episoden zu beschreiben, dann ist es ein Vergnügen, diese Geschehnisse miterleben zu dürfen. Aber wenn sie mit missionarischem Eifer von ihrer neuen Einstellung zu ihrem Körper, dem Gewichteheben, Laufen, richtig Essen anfängt, ist das relativ rasch ermüdend. So wie auch ihre Geschichten von der Analyse eine lähmende Wirkung auf mich hatten. Das ganze Buch klang für mich zu sehr wie ein "Sorge dich nicht, lebe"-Verschnitt. Aber da mir die Stellen, an denen sie etwas Gesehenes oder Erlebtes erzählt und nicht vom Innenleben spricht gefallen haben, wäre ich schon neugierig drauf zu sehen, wie sie dieses Talent in einem Roman einsetzt. --Daniela Ecker

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