Ansichten eines Clowns

von Heinrich Böll
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Über

Hans Schnier, Sohn aus reichem Hause, will lieber ein ehrlicher Clown als ein Heuchler sein. Sechs Jahre lang hat er mit Marie in wilder Ehe gelebt. Sie verläßt ihn, weil er sich nicht verpflichten will, die aus dieser Verbindung zu erwartenden Kinder katholisch erziehen zu lassen. Schnier ist diesem Verlust nicht gewachsen. Einst ein durchaus gefragter Pantomime und Spaßmacher, sitzt er am Ende zum Bettler degradiert mitten im Karnevalstreiben auf den Stufen des Bonner Bahnhofs, wo Marie, die inzwischen einen einflußreichen Katholiken geheiratet hat, von der Hochzeitsreise zurückkehren wird. Heinrich Bölls Roman hat 1963 heftige Diskussionen ausgelöst. Das Missverständnis vom angeblichen »Antikatholizismus« des Autors trug nicht wenig zu dieser starken Resonanz bei. Doch Heinrich Bölls Held, ein Außenseiter, leidet lediglich mehr als andere unter den bornierten Phrasen, der Unbarmherzigkeit und bequemen Moral unserer Wohlstandsgesellschaft.

Erschienen

1963

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