Jugend

von Wolfgang Koeppen
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Über

Wolfgang Koeppen hat eine einzigartige Stellung in der deutschsprachigen Literatur, weil er nicht nur berühmt wurde durch veröffentlichte Werke, sondern auch durch nicht veröffentlichte oder nie geschriebene Texte. Großartiges Zeugnis vom Ringen des Dichters mit dem Schreiben gibt der kürzlich herausgegebene Briefwechsel zwischen Koeppen und seinem Verleger Siegfried Unseld, der sich jahrzehntelang um den Schwierigen bemühte, nie die Hoffnung aufgab, aber am Ende verlegerisch doch mit leeren Händen dastand.

Fast -- muss man sagen. Konnte Unseld seinem Schützling doch zumindest einen Teil der geplanten Autobiografie abringen, die 1976 unter dem Titel Jugend erschien. Jetzt gibt es eine Aufnahme, in der Wolfgang Koeppen den Text selbst liest, endlich auch auf CD. Zum einen handelt es sich um ein unschätzbares literarisches Dokument, den eher Öffentlichkeitsscheuen hier mit eigener Stimme seinen Text interpretieren zu hören -- und er macht das sehr gut. Gerade der Kontrast zwischen der Stimme des alten Mannes und der Beschreibung einer schwierigen Jugend in Deutschland ist reizvoll.

Zum zweiten genügen bereits wenige Minuten, um zu erfahren, warum sich Siegfried Unseld so sehr um weitere Manuskripte dieses Autors bemühte: Koeppen ist einer der ganz großen Stilisten der deutschen Literatur des 20. Jahrhunderts. --Christian Stahl

Spieldauer: ca. 252 Minuten, 4 CDs, vollständige Lesung

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